Limnologie/Oberflächenwasser

Limnologisches Gutachten Süßer See

Grundlage für die Erarbeitung eines limnologischen Gutachtens zum Süßen See bilden die seit 2007 im Rahmen der Gewässerüberwachung (GÜSA) erhobenen Daten (Wassermengenbilanzierung, chem.-phys. Charakteristik). Die vorliegenden Daten wurden hinsichtlich der Entwicklung der Trophie des Gewässers ausgewertet. Dabei erfolgte eine Bewertung der Beeinflussung des Seewasserkörpers durch die mit den Zuflüssen eingetragenen Frachten, die Erstellung einer Phosphorbilanz, die Bewertung der Nährstoffkonzentrationen und Frachten. Im Ergebnis der Berechnungen wurden Empfehlungen zur Verbesserung des gewässerökologischen Zustandes des Sees, u.a. durch fischereiliche Bewirtschaftungsmaßnahmen, gegeben.

 

Limnologischer Großversuch zur Rückversauerung des Bockwitzer Sees – Gutachterliche Begleitung

Die Daten des Monitorings in Verbindung mit der Überwachung der Rückversauerung des Bockwitzerr Sees aus den Jahren 2012 bis 2014 waren jeweils in Jahresberichten zu erfassen und auszuwerten. Ziel war die Abschätzung des für das Fließgewässer Eula bestehenden Gefährdungspotentials infolge der Entwicklung der Wasserqualität des Bockwitzer Sees nach dem Aussetzen der Konditionierung (Rückversauerung). Die Auswertung umfasst u.a. die Berechnung und Bewertung von Stoff- und Aciditätsfrachten betroffener Fließ- bzw. Oberflächengewässer, die Bewertung der zeitlichen Entwicklung des Oberflächengewässers (Versauerung), der Vergleich der aktuellen Daten mit vorliegenden Prognosen und die Erarbeitung von Empfehlung zur Fortführung der Untersuchungen (Messnetz, Untersuchungsumfang).

 

Bestimmung der Durchflussmengen in Fließgewässern

Die Bestimmung von Durchflussmengen in Fließgewässern erfolgt mit Hilfe eines NAUTILUS- Messflügels. Es handelt sich dabei um einen magnetisch- induktiven Strömungssensor mit einem breiten Messintervall zwischen 0,0-2,5 m/s. Bei jeder Messung wird der Messquerschnitt des Gewässers mittels Bandmaß, Peilstange und Zollstock ausgemessen, in Abhängigkeit von der Gewässerbreite werden Lamellen festgelegt. Für jede Lamelle erfolgt eine Fließgeschwindigkeitsmessung in verschiedenen Tiefen, abhängig von der jeweils maximalen Wassertiefe im Messquerschnitt. Es erfolgten Messungen bspw. in Zu- und Abflüssen von Tagebauseen, im Stadtgebiet von Bitterfeld oder in Vorbereitung von Gewässersanierungsmaßnahmen im Raum Merseburg.

 

 

Limnologische Untersuchungen in ehemaligen Tagebaubereichen

Viermal jährlich erfolgen limnologische Untersuchungen in Tagebauseen der ehemaligen Tagebaugebiete im Geiseltal, Merseburg Ost, Nachterstedt/Königsaue, Bitterfeld/Holzweißig, Golpa- Nord und Gröbern, Bockwitz, Espenhain, Witznitz, Zwenkau, Zechau, Haselbach, Störmthal und Cospuden.

Neben der Aufnahme chemisch-physikalischer Parameter (Tiefenprofile) werden Proben aus festen Tiefen bzw. schichtungsorientiert entnommen und auf chemische und biologische Parameter (Zoo- und Phytoplankton) untersucht. Die Untersuchungen erfolgen auf ca. 30 Gewässern an ca. 40 Seemessstellen, wobei bis in max. Tiefen von etwa 80 m beprobt wird. Neben der Untersuchung auf phys.-chem. Parameter wurden auch biologische Komponenten für das jeweilige Oberflächengewässer ermittelt (Chlorophyll, Zoo- und Phytoplankton). In einem jährlichen Bericht wird die Güteentwicklung der Gewässer bewertet.

 

 

Neutralisation saurer Tagebauseen

Um die Ausleitung von Überschusswasser aus Tagebauseen in die Vorfluter absichern zu können, sind bestimmte Ausleitkriterien einzuhalten, die sich in der Regel auch auf einen pH Wert etwa im Neutralbereich beziehen. Dazu ist es notwendig, Wasserkörper mit deutlich sauren pH Verhältnissen zu neutralisieren. Entsprechende Neutralisationsmaßnahmen wurden unter Zuhilfenahme von Kalk (Kalksuspension, Branntkalk) in den Tagebauseen Witznitz, Haselbach und Zwenkau realisiert. Diese Maßnahmen wurden hinsichtlich der Entwicklung der chemisch/physikalischen Verhältnisse überwacht. Teilweise in nur wöchentlichen Abständen erfolgten die Aufnahme von Tiefenprofilen bzw. die Entnahme von Proben aus definierten Tiefen für die chemische Analyse. Die Arbeit bei derart extremen Bedingungen stellt hohe Anforderungen an die Messtechnik und die Messgenauigkeit.

 

Gewässermonitoring Golpa III

Im Jahresverlauf erfolgen 6 Beprobungen eines ehemaligen Kraftwerkssees zur Einschätzung der Entwicklung der Gewässergüte. Neben der Aufnahme von Tiefenprofilen werden in Abhängigkeit von der Schichtung Proben für die Bestimmung chemischer und biologischer Parameter entnommen. Die biologischen Untersuchungen beinhalten die Bestimmung des Zoo- und Phytoplanktons einschließlich der Herstellung und Auswertung von Diatomeenpräparaten sowie die Bewertung der Primärproduktion nach der Hell- Dunkel Methode. Die Ergebnisse zur Güteentwicklung werden in einem Jahresbericht dargestellt und bewertet.

 

Bestimmung und Bewertung des Phytoplanktons aus Seen und Flüssen Sachsen-Anhalts nach EU-Wasserrahmenrichtlinie

Das Phytoplankton aus ausgewählten Seen und Flüssen Sachsen-Anhalts, welches an bis zu 8 Terminen pro Jahr vom Auftraggeber beprobt wird, wird nach den Kriterien der EU-WRRL bestimmt. Die somit erhaltenen Ergebnisse werden mit den aktuellen Versionen der Auswertungsprogramme Phytofluss und Phytosee analysiert und der Zustand der entsprechenden Gewässer bewertet.

 

Biologische und chemische Untersuchungen nach WRRL in stehenden Gewässern des Freistaates Sachsen

Für ausgewählte Oberflächengewässer im Freistaat Sachsen wurden etwa im monatlichen Rhythmus Probenahmen für chemische und biologische Untersuchungen nach WRRL durchgeführt. Bezüglich der biologischen Untersuchungen wurden Zoo- und Phytoplankton determiniert, das Biovolumen des Picoplankton sowie Chlorophyll bestimmt.

Die im Jahresverlauf gewonnenen Daten wurden im Hinblick auf die Gewässergüte und -entwicklung bewertet. Bei der Auswertung der Daten erfolgte u.a. eine Gegenüberstellung der Ergebnisse der Untersuchungen nach WRRL mit den im Ergebnis bislang anerkannter Beprobungs- und Untersuchungsmethoden gewonnener Erkenntnisse, um eine für die Praxis geeignete Vorgehensweise, die einen Informationsverlust ausschließt, konzipieren zu können (Hinweise zur Optimierung der Vorläufigen Probenahme und Analysevorschrift gemäß EU-WRRL).

 

Prognose zur Gewässerentwicklung

Im Vorfeld einer geplanten Drainierung von umliegenden Feldern und Einleitung des Drainwassers in einen benachbarten Tagebausee sollten die Auswirkungen dieser Einleitung auf den Trophiezustand des Sees errechnet und bewertet werden. Zur Erarbeitung einer limnologischen Prognose zur Gewässerentwicklung wurde u.a. die Qualität des Drainwassers hinsichtlich Phosphor und Stickstoff untersucht und die aus dem Einzugsgebiet anfallende Menge abgeschätzt.

 

Limnologisches Prognosegutachten

Im Zuge der limnologischen Prognosen für drei Tagebaurestlochseen in Sachsen-Anhalt war die gewässerökologische Situation und die weitere Entwicklung dieser Gewässer abzuschätzen sowie ihre Eignung für die geplante Nutzung zu bewerten. Für die limnologische Prognose standen die Wasserbeschaffenheiten der Zuflüsse und der See sowie die prognostische Entwicklung der Wasserbilanzen zur Verfügung. Auf der Basis der vorliegenden Datenreihen wurde mittels eines hydrogeochemischen Modells die zukünftige Entwicklung der Tagebauseen unter verschiedenen Flutungsvarianten prognostiziert. Abschließend wurden die Ergebnisse der Wasserbeschaffenheitsentwicklung der Flutungsvarianten verglichen und eine Vorzugsvariante empfohlen. Die Auswahl der Vorzugsvariante erfolgte sowohl unter Berücksichtigung einer möglichen Versauerungs-/ Versalzungstendenz, als auch unter Einbeziehung der zukünftigen Nutzungsziele.

 

Betreuung Oberflächengewässer- Messstellennetz

Im Rahmen eines Qualitätsmonitorings für verschiedene Oberflächengewässer werden stationäre Messeinrichtungen mit Sensormesstechnik und automatischen Wasserprobensammlern sowie Sedimentationskästen betreut, im wöchentlichen Abstand erfolgen Probenahmen. Zusätzlich werden die Sedimentmächtigkeiten in den entsprechenden Fließgewässern bestimmt.

 

Qualitative und quantitative Bestimmung von Phytoplankton Brandenburgs

Das Phytoplankton aus insgesamt 60 Seen, welches an sechs Terminen im Zeitraum von April bis Oktober 2014 vom Auftraggeber beprobt wurde, wurde nach den Kriterien der EU-Wasserrahmenrichtlinie bestimmt. Dazu wurden mit Lugol’scher Lösung fixierte Proben ausgewertet. Die somit erhaltenen Ergebnisse wurden dem Auftraggeber im Excel-Format sowie als PhytoSee-Export zur Verfügung gestellt. Zudem wurde für alle 60 Seen eine Fotodokumentation aller jeweils dokumentierten Arten erstellt.

 

Anschrift/Kontakt

IfUA Umweltberatung und Gutachten GmbH
Lindenstraße 5 · 06749 Bitterfeld-Wolfen, OT Bitterfeld

Tel.: +49 3493 3774-0 · Fax: +49 3493 3774-20

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