Grundwasser/Abwasser

Grundwassermonitoring (MHM) Sachsen-Anhalt und Nordsachsen

Jeweils im 3. und 4. Quartal eines Jahres sind etwa 370 Grundwassermessstellen hinsichtlich der Grundwasserbeschaffenheit zu untersuchen. Die Messstellen sind im Schwerpunkt in ehemaligen Tagebaugebieten lokalisiert. Die Probenahme erfolgt nach den Vorgaben des Montanhydrologischen Monitorings der LMBV mbH (MHM) und beinhaltet insofern hohe Anforderungen an die notwendige Ausrüstung und die Ausführung der Probenahme. Um die strengen Zeitvorgaben des Auftraggebers realisieren zu können, werden 2 bis 3 Arbeitstrupps eingesetzt. Die erhobenen Grundwasserdaten werden in Form von Jahresberichten dokumentiert und die Grundwasserbeschaffenheit, deren zeitliche Entwicklung sowie mögliche Beeinflussungen der Tagebauseen bewertet.

 

Grundwasseruntersuchung

 

Untersuchung salinarer Grundwässer

Im betreffenden Untersuchungsbereich werden Grundwässer mit hohen elektrischen Leitfähigkeiten bis ca. 100 mS/cm (zum Vergleich: Meerwasser mit 45-55 mS/cm) besonders in den tertiären Grundwasserleitern beobachtet. Zur Gewinnung von Daten bezüglich des Zusammenhangs von lokaler Salinität und der Beeinflussung des Grundwasserspiegels wurden aus geeigneten Messstellen teufenorientierte Schöpfproben mittels Microsschöpfer entnommen. Die entnommenen Proben wurden auf die Parameter Dichte und Gesamttrockenrückstand untersucht.

Zusätzlich wurden an geeigneten Messstellen Tiefenprofile über die gesamte Wassersäule aufgenommen, um die chemisch physikalische Beschaffenheit in Abhängigkeit von der Tiefe dokumentieren zu können. Dazu kamen Multiparametersonden zum Einsatz, u.a. wurden dabei Messtiefe und Druck erfasst. Die Messungen erfolgten in Abständen von 0,1 m, die Messtiefe musste zusätzlich zur Sondenmessung separat in 1 m Intervallen mit einer händischen Längenmessung bestimmt werden, da auf Grund der hohen Salinität keine Umrechnung des hydrostatischen Drucks auf die Messtiefe erfolgen kann. Die entsprechenden Grundwassermessstellen wiesen Tiefen bis zu 64 m unter Rohroberkante auf.


 

ÖGP „SOW Böhlen": Grundwassermonitoring

Im Rahmen des Ökologischen Großprojektes „SOW Böhlen" sind 2x jährlich Stichtagsmessungen der Ruhewasserspiegel an je 450 Messstellen innerhalb von 7 Kalendertagen durchzuführen. Im Frühjahr eines jeden Jahres erfolgt die Entnahme von Grundwasserproben aus etwa 125 Messstellen innerhalb und außerhalb des Werksgeländes. Je nach Belastung ist eine Beprobungsreihenfolge einzuhalten, bei Messstellen mit aufschwimmenden Produktphasen ist eine Schutzbeprobung durchzuführen. Die Arbeiten sind messtechnisch zu überwachen. Um die strengen Zeitvorgaben des Auftraggebers realisieren zu können (bspw. Probenahme innerhalb von max. 4 Wochen) sind zwischen 2 und 4 Probenahmetrupps im Einsatz.

 

Grundwassermonitoring ÖGP Leuna

Das Monitoring zum ÖGP Leuna umfasst eine Stichtagsmessung unter Einbeziehung von etwa 350 Messstellen. Neben der Messung von Ruhewasserspiegel und Endteufe werden der äußere und innere Zustand der Messstellen sowie möglicherweise aufschwimmende Produktphasen erfasst. Aus etwa 200 Messstellen werden Grundwasserproben entnommen. Auf Grund der Kontaminationssituation ist die Probenahme durch 3 Teams mit 3 separaten Probenahmeausrüstungen zu realisieren. Bei der Grundwasserprobenahme sind exakte Vorgaben des Auftraggebers bezüglich der zulässigen Absenkung und der Förderrate einzuhalten. Die realisierten Probenahmebedingungen (Wasserspiegellage, Pumpenförderleistung mit Erfassung aller Teilströme, pH Wert, Leitfähigkeit, Temperatur, Sauerstoffkonzentration und Redoxspannung) digital im Echtzeitverfahren zu erfassen.

 

Maßnahmen zur hydraulischen Sicherung einer Altsalzdeponie

Auf Grund des teilweise im Sohlbereich einer Altsalzdeponie liegenden Grundwassers resultiert am Standort der Deponie eine Belastung des Grundwassers mit hohen Salzfrachten und Ammonium. Als Alternative zur Gefahrenabwehr soll der Salz- und Ammoniumaustrag durch Variation des Grund- und Oberflächenwasserspiegels (Aufstau und gezielter Zustrom zum Vorfluter) untersucht werden. Zur Durchführung dieser alternativen Sicherungsvariante bedurfte der vorliegende Kenntnisstand einer Präzisierung bzw. eine entsprechend angepasste Datenerhebung. In diesem Zusammenhang waren Durchflussmessungen und Probenahmen an Oberflächengewässern sowie Grundwassermonitoringmaßnahmen (Stichtagsmessungen, Probenahmen) vorgesehen. Der Auftrag umfasste weiterhin die Realisierung hydraulischer Maßnahmen (Steuerung Wehr am Ablauf in den Vorfluter).

 

Ehemalige Kraftwerksstandorte Lippendorf und Zschornewitz, Grundwassermonitoring

Im Bereich der ehemaligen Kraftwerksstandorte in Lippendorf und Zschornewitz werden im Umfeld von bekannten Altlastflächen Grundwasserproben entnommen und analysiert. Die ingenieurtechnische Überwachung der Arbeiten beinhaltet die Erstellung des Untersuchungskonzeptes, die Qualitätssicherung der Arbeiten, die ordnungsgemäße Entsorgung des Überschusswassers sowie die Prüfung der Plausibilität des Überschusswassers und obliegt der IfUA GmbH.

Die Untersuchungen erfolgen 2x jährlich, die Ergebnisse werden in einem Gutachten dargestellt, die Entwicklung im Vergleich zu Voruntersuchungen bewertet und Empfehlungen für das weitere Vorgehen gegeben.

 

 

Anschrift/Kontakt

IfUA Umweltberatung und Gutachten GmbH
Lindenstraße 5 · 06749 Bitterfeld-Wolfen, OT Bitterfeld

Tel.: +49 3493 3774-0 · Fax: +49 3493 3774-20

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